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Der WFA Report bestätigt: Mehr als die Hälfte der multinationalen Unternehmen haben eine eigene kreative In-House-Agentur

74 Prozent dieser In-House-Agenturen wurden In den letzten fünf Jahren gegründet, da digitale Chancen das Wachstum vorantreiben

Insbesondere im Bereich des digitalen Contents erweitern globale Unternehmen die Aktivitäten ihrer internen Kreativagenturen. Dies ergab die neue Untersuchung der World Federation of Advertisers (WFA) und The Observatory International.

In den letzten fünf Jahren wurden drei von vier In-House-Agenturen gegründet, und diese internen Teams erhalten immer mehr Aufgaben. 82% geben an, dass die Arbeitsbelastung im letzten Jahr gestiegen ist. Einzelne Berichte deuten auch darauf hin, dass Corona in diesen Agenturen nicht zu Kürzungen geführt hat, in einigen Fällen sogar ganz im Gegenteil.

Die Befragten geben an, dass die In-House-Verlagerung kreativer Arbeit zu Kosteneffizienz (in einigen Fällen mehr als 30%), besserer Integration (64%) und verbessertem Marken- und Geschäftswissen (59%) führt. Fünfundfünfzig Prozent gaben außerdem an, dass interne Teams schnellere und agilere Prozesse vorweisen konnten.

Der Bericht Global Trends in Creative In-Housing basiert auf Antworten von 53 Werbetreibenden mit jährlichen globalen Ausgaben von ca. 83 Milliarden US-Dollar.

Fast alle (94%) teilnehmende Unternehmen, die eine In-House-Agentur haben, verfügen über interne kreative Fähigkeiten für Digital Content. Aber im Vergleich dazu verfügen nur ca. 50% der Unternehmen über In-House Mediaplanung und Mediaeinkauf.

Bei der Hälfte der Unternehmen sitzen diese kreativen Ressourcen in einem zentralen Hub innerhalb der Zentrale. 23% gaben an, in dezentralen Strukturen zu arbeiten und 15% in regionalen Teams.

Fast alle Befragten (95%) arbeiten jedoch weiterhin mit externen Agenturen zusammen. Innerhalb dieser Gruppe stammen derzeit etwa 37% der kreativen Ergebnisse aus der internen Agentur.

Trotz der weit verbreiteten Annahme, dass Werbetreibende Schwierigkeiten haben könnten, hochqualifizierte Talente zu gewinnen, gaben die Befragten eine durchschnittliche Fluktuation von nur 9% an. Die meisten dieser Teams (74%) wurden in den letzten fünf Jahren gegründet. Die Vermutung liegt nah, dass dies zu einer soliden und konstanten Performance beiträgt.

„Diese Umfrage verdeutlicht die Notwendigkeit klar definierter Rollen und Verantwortlichkeiten sowie eine Klarheit über den Arbeitsumfang für jede Agentur, intern und extern. Die Probleme und Herausforderungen, die bei einem Ungleichgewicht in den Arbeitsprozessen entstehen, können wiederum zur Folge haben, dass keine der Ressourcen maximal genutzt wird“, sagte Stephan Loerke, CEO der WFA.

Weitere wichtige Ergebnisse sind:

  • Hohe Zufriedenheit: 82% der Befragten geben an, dass sie mit der Leistung ihrer internen Teams entweder zufrieden oder vollständig zufrieden sind. Der wichtigste KPI zur Bewertung der Effektivität interner Agenturen war die Qualität der Ergebnisse (81%), gefolgt von Kosteneinsparungen (52%) und Geschwindigkeit/„Speed to Market“ (38%).
  • Steuerung des Kreativprozesses: Die wichtigsten Herausforderungen für interne Teams sind das Management des Workflows (dies war eine Herausforderung für 62% der Befragten), die Priorisierung von Projekten (ein Problem für 52% der Befragten) und die Notwendigkeit, Kompetenzen und Skills-Sets zu erweitern (48%).
  • Digital und Video dominieren Output: Die wichtigsten kreativen Dienstleistungen, die intern abgewickelt werden, sind Videoproduktion, Video, E-Mail/eCRM, sowie wie E-Paper, Saleskits und Social Media, (bei 73% der Befragten). Als nächstes standen Display (65%), Website-Entwicklung und Unternehmenskommunikation (beide 62%) auf der To-Do-Liste.
  • Unterschiedliche Größen der internen Kreativteams: 57% der Befragten hatten insgesamt 50 oder weniger Mitarbeiter in allen internen Kreativagenturen, während 24% über 100 Mitarbeiter beschäftigten.

Eine Reihe von Befragten gab an, das Management der Beziehung zwischen ihren externen und internen Kreativteams sei eine Herausforderung. Einige beauftragten externe Agenturen mit einer umfangreichen, strategischen Ideenentwicklung, wobei die regulären Produktionsarbeiten intern durchgeführt wurden. Andere verfolgten den umgekehrten Ansatz.

Fast 40% gaben an, dass sie sowohl interne als auch externe Agenturen im Pitch gegeneinander antreten lassen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Problematisch erscheint jedoch, dass 43% angaben, interne Agenturen anders zu informieren als ihre externen Partner. 52% gaben außerdem zu, dass ihre internen Agenturen auf Basis anderer KPIs bewertet wurden.

„In-House-Kreativressourcen erweisen sich dann als Erfolg für Marken, wenn sie im Vorfeld sorgfältig geprüft haben, welche Ressourcen aufgebaut werden müssen, um das externe Agenturmodell sinnvoll zu ergänzen und die für ihr Unternehmen spezifischen Ziele zu erreichen. Das heißt nicht, dass es für jedes Unternehmen geeignet ist, und es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, bevor Sie sich auf eine In-Housing-Reise begeben. Letztendlich geht es aber nicht einfach darum, einige neue Mitarbeiter einzustellen, sondern um eine wesentliche operative Änderung, die sich auf die Unternehmenskultur, die Arbeitsweise, die Technologie, die Beziehungen zu Agenturen und Kostenmodelle auswirkt“, sagt Rob Foster, Senior Consultant bei The Observatory International

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